Filmpädagogik & Medienkompetenz
Die Vermittlung von Filmkultur und Medienkompetenz an Kinder und Jugendliche zählt zu den programmatischen Schwerpunkten des Hauses. Bewegte Bilder prägen den Alltag von Heranwachsenden. Was sie dabei konsumieren, lässt sich immer weniger durch Einschränkungen oder Verbote regulieren. Ein reflektierter und kritischer Umgang ist im Medienzeitalter eine wichtige Qualifikation – und damit eine gesellschaftliche Bildungsaufgabe. Filmästhetische Erziehung wirkt sich für den gesamten audio-visuellen Bereich aus.
Fähigkeiten und Kompetenzen zu stärken, ist ein zentraler Ansatzpunkt der filmästhetischen Erziehung. Von museumspädagogischen Programmen, der Schule des Sehens und dem Modellprojekt Jugend-Film-Jury über das Internationale Kinderfilmfestival LUCAS bis zu den landesweiten SchulKinoWochen Hessen reicht das Spektrum unseres Instituts, das die Programmbereiche untereinander vernetzt.
Im neuen Filmmuseum – seiner Museumspädagogik und seiner Dauerausstellung – gilt es, das Filmerbe zeitgemäß an junge Menschen zu vermitteln. Dabei verändert sich die Ausgangssituation rasant: Schwarz-Weiß-Filme werden von vielen ungesehen abgelehnt und Filme aus den 1980er Jahren bereits als „uralt“ eingestuft, Vorkenntnisse eines bildungsrelevanten Kanons können immer weniger vorausgesetzt werden. Die Herausforderung besteht darin, die Kunstform Film – ihre Geschichte und Techniken sowie neue Entwicklungen – medienpädagogisch kompetent und interaktiv zu vermitteln.
Das Museum bietet als außerschulischer Lernort spezifische Angebote für den Unterricht ebenso wie für die Freizeit. Im neuen Filmmuseum ermöglichen Workshops, Werkstattbereiche und neue Vermittlungsformen eine vertiefende Auseinandersetzung mit dem Medium und seiner Geschichte. Die neue Dauerausstellung wird sich nicht auf die Frage beschränken, wie ein Film entsteht. Sie soll ein Bewusstsein für Sprache, Mittel und Funktionsweise von Film wecken und ein nachhaltiges Verständnis fördern.

